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Gepostet by on Aug 5, 2012 in AppReview, iPad | Keine Kommentare

Air Display macht euer iPad zum externen Display

Air Display macht euer iPad zum externen Display

Seit einiger Zeit habe ich endlich mein MacBook Air. Die 13 Zoll des Gerätes reichen mir normalerweise völlig aus, von Zeit zu Zeit wünsche ich mir allerdings ein wenig mehr Platz. Sei es, um Beispielsweise ein weiteres Fenster einzublenden. Beispielsweise, damit nebenbei noch Twitter laufen kann oder damit ich beim Bloggen auf dem anderen Screen etwas nachschauen kann.

Dafür steht auf meinem Pult unter anderem ein älterer 23 Zoll Bildschirm, auf dem ich mehr Platz zur Verfügung hätte, dieser verfehlt aber irgendwie den Zweck, den ich für einen zweiten Monitor aktuell brauche. Neben diesem Bildschirm sitzt/steht auf meinem Schreibtisch sowieso immer noch ein zweiter Screen, den ich meist nicht benutze, wenn ich am Mac hocke: Mein iPad. Warum also nicht den ausreichend grossen Screen (10 Zoll) des iPads nutzen?

Normalerweise unterstützt das iPad einen solchen Anwendungszweck logischerweise nicht, man hat auch keinen Anschluss für ein VGA- oder HDMI-Kabel. Aber wie es bei iOS nun mal so ist, gibt es auch dafür eine App. Bei dieser App, die ich heute vorstellen möchte, handelt es sich um Air Display (*App Store Link*).

Die App erweitert euren Mac (oder alternativ auch den Windows-PC, funktioniert ebenfalls) um einen zusätzlichen Bildschirm. Um dies zu nutzen muss neben der iPad-App ebenfalls ein Server-Client auf eurem Mac oder eurem Windows-PC installiert werden, damit ihr die Verbindung aufnehmen könnt. Dabei verbindet sich das iPad über eure bestehende WiFi-Verbindung mit dem Mac und bietet einen externen Monitor an.

Einmal angeschlossen verhält sich das iPad genau gleich wie ein “normaler” externer Monitor, die Fenster lassen sich vom Mac via Maus aufs iPad verschieben, sogar Apps wie Clinch *(unser Review)* kann man mit Air Display nutzen, damit die Fenster passend an den Screen des iPad anpassen kann.

Air Display - Tweetbot

In diesem Screenshot habe ich zum Beispiel Tweetbot for Mac auf das iPad geschoben, dies allerdings mehr zu Testzwecken, denn wirklich mehr Nutzwert hat dies nicht. Allerdings konnte man anhand von Tweetbot sehr schön austesten, wie Air Display funktioniert, wie flüssig die Anzeige ist. Zudem ist die App sehr gut geeignet, um die Steuermöglichkeiten der App zu testen. Diese funktionieren relativ gut und Präzis, aber sind erst einmal gewöhnungsbedürftig, da ihr plötzlich mit dem Finger den Mauszeiger lenken müsst. Das Scrollen im Text ist mit zwei Fingern möglich, weitere Gesten werden nicht unterstützt, diese würden sich dann aber auch mit den iOS-Gesten schneiden und wären schlussendlich redundant.

Allerdings nimmt Air Display natürlich auch alle Nachteile von einem externen Monitor mit. Wenn ich beispielsweise ein App im Fullscreen-Modus, meist der Texteditor für die Reviews, laufen lasse, dann kann ich das iPad auch nicht als externen Screen nutzen und mir wird nur der Leinen-Hintergrund angezeigt. Mission Control ist allerdings ebenfalls eingebaut, was mich persönlich durchaus erfreut hat.

Die Performance ist ziemlich erstaunlich, die Übertragung funktioniert relativ flüssig, einzig die Befehle werden meist mit einiger Latenz übertragen. Um die App auf Herz und Nieren zu Testen habe ich es gewagt und habe ein Zattoo-Fenster via Air Display auf dem iPad geöffnet. Das Ergebnis war dabei wirklich erstaunlich, der Zattoo HiQ (HD) Stream lief relativ flüssig, man konnte problemlos TV schauen. Was sagt uns das? Air Display liesse sich durchaus mal einsetzen, wenn ihr auf eurem iPad ein Video, einen Film schauen möchtet und dieser nur in einem Flash-Player vorhanden ist. Soll es ja leider immer noch geben.

Air Display - Safari mit Zattoo geöffnet

Noch kurz zur Einrichtung und zur Aktivierung auf dem Mac. Dies funktioniert ziemlich einfach und elegant, als erstes müsst ihr euch auf der Hersteller-Website einen Client herunterladen, der quasi einen Server erstellt, auf welchen Air Display dann zugreifen kann. Habt ihr den Server erst einmal installiert und euren Mac anschliessend neu gestartet, dann setzt sich der Client in eurer Menüleiste nieder. Aus diesem Menü könnt ihr dann anschliessend direkt euer Device auswählen, auf welchem ihr euren Desktop erweitern möchtet.

Air Display - Menübar-Item

Fazit

So, es ist so weit, ich darf endlich mein Fazit ziehen. Air Display ist eine dieser Apps, die wirklich eine geniale Idee sind, zudem wurde Air Display wirklich auch gut umgesetzt. Aber aktuell sehe ich (noch) nicht, auf welche Art ich diese App in meinem Workflow einsetzen möchte. Irgendwie will sie aktuell noch nicht so ganz reinpassen. Nur selten brauche ich einen externen Bildschirm und wenn dies der Fall ist, dann kann ich auch direkt das iPad verwenden, sei es um ein Video anzuschauen oder den Browser zu verwenden. Einzig nützlich ist die App evtl. wenn ihr unbedingt Flash-Inhalte auf eurem iPad benutzen möchtet. Dort könnte ich noch einen gewissen Zweck sehen.

Irgendwie tue ich mich schwer, wie ich die App bewerten soll. Air Display ist wirklich ein solides und durchdachtes Stück Software und funktioniert im Einsatz auch wirklich gut. Nur ich persönlich finde keinen Nutzen in der App und werde sie zukünftig wohl kaum bis gar nicht einsetzen. Ich würde sie gerne öfter nutzen. Für 10.- SFr. bzw. 7.99€ zahlt man durchaus einen recht hohen Preis für die App, die man bekommt. Bei dieser App würde ich mir bereits vor dem Kauf gedanken machen, ob man es wirklich braucht und wie oft man es einsetzt.

Trotz allem bleibt es ein wirklich gutes Stück Software und eine App, die ich jedem Empfehlen kann, falls er für sich selber einen Platz in seinem Workflow für die App denken kann. Das Design war für mich ausserordentlich schwer zu bewerten, denn von der App selber sieht man nicht viel, deshalb habe ich bei dieser App den  Punkt “Design” ausgelassen.

  • Funktionalität:

    Rating: ★★★★☆ 

  • Preis/Leistung:

    Rating: ★★★☆☆ 

  • Gesamtfazit:

    Rating: ★★★½☆ 

Weitere Informationen & Links


Air Display wurde mir freundlicherweise von Avatron zur Verfügung gestellt. Dies verändert allerdings mein Review in keiner Weise und ich bewahre die Objektivität. Trotzdem möchte ich mich über diesem Weg noch einmal beim Hersteller bedanken.

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